Animpfen von Biofiltern

-
zurück zur Übersicht

Beschreibung

Biologische Abluftfilter (Biofilter) werden zur Reinigung industrieller Abluftströme eingesetzt. Meist sind diese mit Schwefelwasserstoff oder Lösungsmitteldämpfen angereichert, sodaß Materialkorrosion oder gesundheitliche Gefahren sowie Geruchsbelästigung auftreten können. Durch biologische Oxidation mittels besonders adaptierter Mikro-organismen wird die Abluft geruchfrei und ungefährlich gemacht.

 

 


Vorteile

  • gezielter Schadstoffabbau durch adaptierte Mikroorganismen
  • schneller Aufbau der Filteraktivität. Das natürliche Wachstum von H2S-Abbauern dagegen ist sehr langsam
  • Wiederstandsfähige Populationen; sie halten hohe und schwankende
    Schadstoffkonzentrationen gut aus
  • vielseitige Einsatzmöglichkeiten für verschiedene Abluftquellen:
    Lebensmittelindustrie, Großküchen, chemische Industrie, Lackierereien, Kläranlagen, Abwasserrohre, -Schächte usw.
  • äußerst preiswert, ohne technischen Aufwand

 

Verfahrensaufbau

  1. Bei der Neuinbetriebnahme eines Biofilters werden mindestens 20 Gramm des benötigten Produktes (Auswahl in Abhängigkeit vom Luftschadstoff) in 1 cbm des Filtermaterials sorgfältig eingemischt, sodaß es möglichst gleichmäßig verteilt ist. Für ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgen.
  2. Zum Nachimpfen wird bei einem offenen Filter das Produkt im Verhältnis 1 : 50 mit Wasser vermischt, eine Stunde eingeweicht, kräftig aufgerührt und dann gleichmäßig auf die Oberfläche des Filters verteilt. Dies geht am besten mit einer großtropfigen Gieß- oder Sprengeinrichtung zur guten Versickerung in das Filtermaterial.
  3. Bei geschlossenen Filtereinrichtungen muß erreicht werden, daß alle Filterbleche gleichmäßig mit der Produktaufschwemmung beaufschlagt werden, sodaß die Mikroorganismen gleichmäßig verteilt
    werden.